nachhaltigkeit

Unsere grandiose Natur- und Kulturlandschaft für nachfolgende Generationen zu pflegen und zu erhalten, sehen wir als elementaren Bestandteil unseres Wirtschaftens. Dazu gehören zum einen regionale Partnerschaften, zum anderen der schonende Umgang mit den Umweltresourcen, die uns zur Verfügung stehen.

Bereits seit dem Jahr 2000 erhitzen wir das Warmwasser mit einer großen Solaranlage und sparen seither vor allem im Sommer große Teile fossiler Brennstoffe ein.

Seit 2013 erzeugen wir mit einem Block-Heizkraftwerk elektrischen Strom, den wir komplett im Haus verwenden. Es werden so gut 30% des gesamten Jahresstrombedarfs gedeckt. Durch die Nutzung der Abwärme für das Heizungssystem erzielen wir hier einen Brennwert-Wirkungsgrad von 98%.

Eine zeitgemäße Wärmeisolierung sowie verbrauchsarme Elektrogeräte und moderne LED-Beleuchtungstechnik komplettieren das Zusammenspiel energiesparender Faktoren.

Auch beim Wareneinkauf achten wir auf kurze Transportwege. Absolute Frische und kontrollierte Qualität sind die weitere Vorteile, die aus regionalen Partnerschaften entstehen.
Hier einige unserer Lieferanten und langjährigen Partner:

Gemüsehof Hortig, Ainring | Kelterei Greimel, Laufen | Milchwerke Berchtesgadener Land, Piding | Metzgerei Winkelmair, Freilassing | Bäckerei Stadler, Freilassing | Bioland Bauernhof Hogger, Freilassing | Agrarprodukte Niederstraßer, Saaldorf | Enzianbrennerei Grassl, Berchtesgaden | Destillerie Lantenhammer, Schliersee | Wäscherei Papke, Ainring


Versuchs-Weingarten

Oedhof_Weingarten (1) Oedhof_Weingarten (2) Oedhof_Weingarten (3)


Ein Winzer sagte einmal zu mir, die letzte Stufe des Wein-Enthusiasmus besteht darin, selbst Wein zu machen. Und als Sommelier verkostet, diskutiert und philosphiert man viel über Wein, von den Anstrengungen, die nötig sind, um einen Schluck probieren zu können, weiß man nur sehr wenig. Das wollten wir ändern und so entstand im Winter 2007 zusammen mit Michael Mayr (www.mayrwirt.de) die Idee, nicht nur über Wein zu reden und zu diskutieren – sondern Wein selber zu machen und zu erfahren, wieviel Arbeit, Fleiß und Wissen nötig ist, um aus einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt seinen eigenen Wein zu keltern.

Nach Auswahl der Lage (Süd-West Ausrichtung) und Analyse der Bodenbeschaffenheit (Schottriger Kies und Sand mit dichter Humusauflage) fiel die Entscheidung für die Rebsorte „Weißer Riesling“ (auch Riesling, Rheinriesling oder Klingelberger genannt). Aus einer Rebschule in Franken stammen die 70 veredelten Stöcke, die wir am 14. Mai 2008 gepflanzt haben. Die beiden folgenden Jahre dienten dem Stockaufbau und der Erziehung der Rebe und am 15. Oktober 2010 konnten Michael und ich dann voller Stolz unsere erste „Jungfern-Ernte“ einbringen – rund 50 kg gesundes, reifes Traubenmaterial mit fast 80° Oechsle – der erste Teil der Aufgabe war gelöst.

Der zweite Teil des Weinmachens begann jetzt – die Trauben resbeln, maischen, pressen und vergären, dann noch einige Verfahren zur Schönung und Klärung anwenden und dann viel Geduld haben. Nach einigen Monaten der Reife konnten wir dann den fertigen Jungwein auf Flaschen ziehen. Der Riesling präsentiert sich mit klarer, exotischer Frucht, frischer Citrusnote und schlankem Körper. Da wir aus Überzeugung keinerlei Methoden der Weinveränderung (Aufzuckern, Entsäuern, Konzentrieren oder ähnliche Verfahren) anwenden, sind die Schwierigkeiten des Jahrgangs 2010  gut zu spüren. Die Säurewerte unseres Jungfernweins sind exorbitant hoch und liegen im Bereich des berühmt-berüchtigtem Schilchers aus der Weststeiermark.

Unser Fazit:

Wir versuchen im Jahr 2011 bereits im Weingarten mehr dafür zu tun, um erhöhte Säureeinlagerung in den Trauben zu vermeiden und hoffen auf wenig Regen und viel Sonne im 2. Erntejahr 2011!

Am 6. Oktober 2011 war es dann soweit: Nach einem recht gut verlaufenem Wachstumsjahr 2011 (vor allem der Herbst war prächtig!) wurden ca. 50 kg Traubenmaterial eingebracht. Aufgrund einiger Probleme mit dem Blattwerk erreichte unser Riesling dieses Jahr nur gut 70° Oechsle und wir mußten bei der Ernte streng selektionieren, dafür sind die Säurewerte spürbar geringer als im Jahr zuvor. Nach dem Rebeln, Maischen und Pressen haben wir den Most bis auf 30° Oechsle vergoren, was uns einen recht gut spürbaren natürlichen Restzuckergehalt von ca. 10 Gramm RZ/Liter beschert hat. Der Riesling präsentiert sich daher deutlich ausgewogener mit interessantem Süße-Säure-Spiel, ähnlich der Charakteristik der Mosel-Weine – leicht im Alkohol, filigraner Körper, Citrusnoten und feinem Schmelz. In den nächsten Tagen und Wochen muß sich der Jungwein noch stabilisieren und klären, nach dem Schönen werden wir voraussichtlich Anfang 2012 abfüllen können. Eines ist jetzt bereits klar – unserer Vorstellung von Wein ist der 2011er sicherlich einen großen Schritt näher gekommen!

Im Jahr 2012 hat nach einem durchwegs gutem Wittersverlauf und gesunder Traubenernte die Gärung ihre Tücken offenbart. Leider hat sich der Most auch aufgrund falscher Behandlung nicht stabilisiert – der Wein ist nach wenigen Wochen bereits umgekippt und verdorben. Dabei wurde uns einmal mehr klar, wie schwierig und komplex das Weinmachen in der Wirklichkeit ist!

Im sehr regnerischen und eher kalten Jahr 2013 mußten wir einige Rückschläge im Weingarten hinnehmen, unter anderem hat der Echte und auch Falsche Mehltau große Teile unserer Trauben und Blätter befallen und daher war an eine qualitative Weinbereitung nicht zu denken.

Das Erntejahr 2014 präsentiert sich nach sehr frühem Austrieb und Blüte im eher trockenen Frühling sowie einen kalten und regnerischen August nun am Ende von seiner Sonnenseite! Ob wir das Traubenmaterial dieses Jahr besser vinifizieren werden, zeigt sich in Kürze!